Anmerkung 2

Legasthenie und Dyskalkulie werden stets in Relation zur Intelligenz betrachtet. Beide sollen bei »normaler« Intelligenz des Kindes auftreten. Nun ist der Begriff Intelligenz und vor allem seine Messung auch in der Wissenschaft umstritten. Wenn aber die Intelligenzmessung keinen eindeutigen Bezugspunkt liefert, bleibt die Diagnose und Zuschreibung fragwürdig. Deshalb darf man meiner Ansicht nach Kindern nicht einfach ein solches Etikett »Dyskalkulie« anhängen.
Damit ist nicht gesagt, dass diese Kinder nicht im Rechenunterricht auffällig sind, viele Operationen nicht beherrschen und massive Rechenstörungen zeigen. Durch gezieltes Training (besser noch durch Prävention) lassen sich aber in den allermeisten Fällen diese Störungen verringern oder sogar beseitigen.

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